M.A.N.

Die MAN AG (Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG) (MAN) ist eines der größten Fahrzeug- und Maschinenbauunternehmen in Europa mit Sitz in München. Sie beschäftigt weltweit etwa 55.000 Mitarbeiter (Mitarbeiter Inland ca. 34.000, Ausland ca. 21.000) bei einem jährlichen Umsatz von 15,5 Mrd. Euro (2007), davon 75 % im Ausland. Gemeinsam mit Rudolf Diesel entwickelte MAN den ersten Dieselmotor der Welt in Augsburg (1894-1897). 2008 feiert MAN sein 250-jähriges Bestehen.

Von 1921 bis 1962 stellte die Firma MAN auch Landmaschinen her. Die Traktoren trugen den Namen MAN Ackerdiesel.Das erste Modell von 1921 war ein sogenannter Tragpflug. Ab 1923 wurde ein Kleinschlepper mit 20 PS angeboten. Jedoch wurde der Schlepperbau bereits kurz danach zugunsten eines lukrativeren LKW-Baus wieder eingestellt. Die Kühlergrills der MAN Ackerdiesel waren im Design denen der damaligen MAN Lkw ähnlich; diese trugen den Schriftzug „MAN Diesel“. Heute sind MAN Traktoren zu einem beliebten Sammlergut geworden.

MAN 4 N1, Bj.1958 - KAF

MAN 4 N1, Bj.1958 – KAF

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Lanz

Die Heinrich Lanz AG in Mannheim war ein deutscher Landmaschinenhersteller. Das Unternehmen und seine Marke LANZ wurde 1956 von dem amerikanischen Landmaschinenhersteller John Deere übernommen.

Nach dem Tod von Dr. Karl Lanz 1921, im Alter von nur 48 Jahren, stellte der bis dahin unbekannte Ingenieur Fritz Huber einen Rohölmotor mit 12 PS und Glühkopfzündung vor. Dieser Glühkopfmotor war der erste Bulldog. Diesem folgte 1923 mit dem Typ HP, einem Bulldog mit Allradantrieb und Knicklenkung, eine Maschine die ihrer Zeit technisch um Jahrzehnte voraus war.

Der Feldmotor, ein 38-PS-Benzintraktor in Rahmenbauweise, sowie der Felddank, der gleiche Schlepper wie der Feldmotor, jedoch mit einem stehend montierten 2-Zylinder-Glühkopfmotor und 38 PS, sowie die Bulldog-Typen HL und HP waren in den Jahren zwischen 1924 und 1929 in der Herstellung zu teuer. Sie wurden aufgrund von Inflation und Weltwirtschaftskrise ersetzt, durch den kostengünstiger zu fertigenden Bulldog Typ HR (zuerst HR2, später wurde hochnummeriert bis HR8). Dieser zuerst mit Verdampfungskühlung, später mit Thermosyphonkühlung ausgerüstete Schlepper mit Hinterradantrieb wurde zum Standardprodukt von Lanz und ist heute, fast 50 Jahre nach Einstellung der Produktion, noch immer so bekannt wie einst.Aber auch die Landmaschinen-Entwicklung setze sich fort: 1929 wurde der Stahl-Lanz präsentiert, die erste Dreschmaschine in Ganzstahlbauweise, der 1931 die Schwingkolben-Strohpresse folgte. Lanz stattete mit dem Eilbulldog die Spediteure mit einem zugstarken und schnelllaufenden Transportschlepper aus. Die Luftbereifung wurde eingeführt und ersetzte zunehmend die Elastikbereifung auf der Straße, sowie die, bis dahin übliche, Eisenbereifung auf dem Acker. 1933 wurde der erste Schleuderrad-Kartoffelroder vorgestellt. Ab 1934 wurden Raupen-Bulldogs angeboten.Der Zweiten Weltkrieg von 1939 bis 1945 traf Lanz schwer, da 90% des Werkes zerstört wurden. Doch in den Trümmern ging es weiter: Aus Ersatzteilen wurden Bulldogs zusammengebaut und bestehende Traktoren und Landmaschinen repariert.

Lanz D 2216, Bj. 1955 - Heinz Westerhold

Lanz D 2216, Bj. 1955 – Heinz Westerhold

Lanz D 2416, Bj. 1957 - Mark Tiemann

Lanz D 2416, Bj. 1957 – Mark Tiemann

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Kramer

Zu Weihnachten 1925 bekommen die Deutschen Landwirte ein ganz besonderes Geschenk: die Gebrüder Kramer revolutionieren die Landtechnik. Sie präsentieren in ihrer Heimatstadt Gutmadingen den ersten Deutschen Motormäher. Schnell erobern sie den deutschen Traktorenmarkt. Die Gebrüder Kramer produzieren Traktoren aller PS-Klassen, Sondermodelle und ausgefallene Einzelstücke. Die Entwicklung geht vom einfachen Bauernschlepper bis hin zum modernen Allrad Zwei-Wege-Trac mit über 120 PS.

Die Ära der Brüder Emil, Hans und Karl Kramer beginnt mit der Entwicklung ihres 4PS-starken Motormähers im Jahr 1925. Nach anfänglicher Skepsis der Landwirte wird der sogenannte „Pfnutzger“ zum „Kleinen Kramer“ und zu einem großen Erfolg. Durch die Wirtschaftskrise 1930 werden die Gebrüder Kramer gezwungen, günstige Traktoren zu fertigen. Nun setzt man auf sparsame Diesel-Motoren der Firma Güldner. Mit den Modellen GL9 mit 9 PS und GL14 mit 14 PS sind sie zu dieser Zeit die günstigsten Maschinen auf dem Markt. 1936 werden die GL-Typen umbenannt. Aus dem GL 9 wird der K12 und aus dem GL 14 der K18 mit 18 PS. Die leistungsstarken Verdampfer-Motoren stammen von Güldner und Deutz: Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h ziehen die Maschinen Lasten bis 12,5 Tonnen: Der „Allesschaffer“, das „Schweizer Taschenmesser“ unter den damaligen Traktoren ist geboren.

Kramer KB25 - Marcel Lübbert

Kramer KB25 – Marcel Lübbert

Kramer KL12 - Marco Schröder

Kramer KL12 – Marco Schröder

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Holder

1888 gründeten die Brüder Christian Friedrich und Martin Holder in Urach eine Maschinenwerkstatt, in der die erste selbsttätige Pflanzenschutzspritze der Welt entwickelt und gefertigt wurde. 1902 siedelte das Unternehmen nach Metzingen um und trat fortan als Spezialist für Spritzen in der Schädlingsbekämpfung, einachsige Motorfräsen und -hacken sowie ab dem Jahr 1930 für Einachsschleppern hervor.

1953 wurde ein Vierradschlepper unter der Typenbezeichnung B10, 1954 ein in Knicklenkerbauweise konstruierter Allradschlepper unter der Typenbezeichnung A10 vorgestellt.

Holder B10, Bj. 1953 - Niklas Eikötter

Holder B10, Bj. 1953 – Niklas Eikötter

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Hanomag

Die Hannoversche Maschinenbau AG war ein 1871 gegründetes Unternehmen, das im Verlauf der Jahre Lokomotiven, Lastkraftwagen, Ackerschlepper, Personenwagen und Baumaschinen hergestellt hat.

Kurz nach der Jahrhundertwende bekam die Mechanisierung in der Landwirtschaft ein neue Qualität. Statt der Lokomobile, die die Pflüge zogen, wurden selbstfahrende Tragpflüge entwickelt. Im Jahr 1912 stieg auch die Hanomag mit dem System Wendeler-Dohrn in diesen Produktionszweig ein, der allerdings noch über die „Deutsche Kraftpfluggesellschaft m.b.H.“ in Berlin vertrieben wurde. Im Jahr 1919 wurde das Programm durch Kettenschlepper, im Jahr 1924 durch Radschlepper erweitert.

In den folgenden Jahren erkannte man, dass der Dieselmotor als Kraftquelle in der Landwirtschaft in vieler Hinsicht die bessere Wahl war. Spätere Hanomag-Schlepper wurden, bis auf wenige Ausnahmen (z.B. R 40 G/J mit Benzin-Anlassvorrichtung und einige Holz-gas-Schlepper) ausschliesslich mit Dieselmotoren gebaut. Hier sei nur der R 40 kurz erwähnt, der Inbegriff des „Hanomag-Schleppers“, der mit einem 40 PS starken 5,2 Liter-Vierzylinder-Diesel Typ D 52 ausgerüstet war.

Anfang 1971 endete mit der Schlepperfertigung einer der traditionsreichsten Geschäftszweige der Hanomag. Es wurden in fast siebzig Jahren mehr als zweihundertfünfzigtausend Schlepper hergestellt.

Hanomag R27, Bj. 1955 - Peter Blase

Hanomag R27, Bj. 1955 – Peter Blase

Hanomag Granit 500E, Bj. 1968 - Roland Ogoniak

Hanomag Granit 500E, Bj. 1968 – Roland Ogoniak

Hanomag R 460, Bj. 1961 - Reiner Horstmann

Hanomag R 460, Bj. 1961 – Reiner Horstmann

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